Wie alles begann

Wie alles begann.

Meine Laufbahn zum Gärtner ist noch nicht so lange.

Ich hatte eine Wohnung in einem Haus in Altenessen. 2014 im Mai habe ich ein verwilderten Hinterhofgarten, der zu unserem Haus gehört übernommen. Da ich ein stressiger Beruf hatte und gerne in der Natur bin haben meine Partnerin und ich den Garten eingerichtet mit den Dingen, die wir im Garten zu Verfügung hatten.

Wir schufen eine Oase der Ruhr. Von dem Lärm, der auf der Hauptstraße was hörten wir nichts.

Oase der Ruhr

In dem Garten konnten wir vom Alltagsstress ausruhen. Ich entdeckte meine Kreativität zur Natur und fand sehr schnell heraus das der Garten uns Kraft verlieh. Eine große Birke regelte das Klima. Wir haben Tomaten angepflanzt und eine asiatische Heilpflanze angesiedelt. Jiaogulan: Das Kraut der Unsterblichkeit. Die Mauern rings um den Garten waren mit uraltem Efeu verziert. Ein Igel hatte bei uns ein Winterquartier. Die Tigerschnegel schlichen im Dunkeln über die Blumen Wiese.

Zum Garten gehörten 2 Schuppen, die ich für Regentage nutzte und aus dem Raum viele Vögel beobachten konnte. Ich fing an Experimente mit Regenwasser Auffang Systemen zu machen. Da ich auch gerne mit Farben arbeite, habe ich eine bunte Welt geschaffen. 2015 sind unsere Nachbarn auf den schönen Garten aufmerksam geworden und wir haben dann gemeinsam an unsere Ruhe Oase gewerkelt. 2016 begannen die Vorbereitungen für die Grüne Hauptstadt Essen 2017. Ich öffnete mich für das Thema Garten und meldete mich bei einem Gemeinschaftsgarten (Wolbeckshof) an. Parallel dazu interessierte mich auch der Zollverein Garten „Experiment Kleingarten“. Da der Garten am Wolbeckshof 300 Meter von meiner Wohnung entfernt war und der Zollverein Garten für sehr attraktiv erschien, habe ich mich für beide entschieden

Leider musste ich feststellen das, ich am Wolbeckshof ein Einzelkämpfer war was auch nicht mit der Idee eines Gemeinschaftsgarten zu tun hat. Wir haben versucht die Nachbarschaft zu aktivieren aber am Ende habe ich mich doch mehr für den Zollverein Garten entschieden.

Ende 2016 habe ich die Tätigkeit im Wolbeckshof aufgegeben. Im Zollverein Garten liefen die Vorbereitungen, für die Grüne Hauptstadt 2017 Essen auf Hochtouren wir waren ein großartiges Team und alle packten mit an. Wir bauten Hochbeete aus Paletten und Bambus. Aus alten Karminsteinen, die uns der Zollverein zur Verfügung stellte, bauten wir 3 Hochbeete. In den Garten sind 2 Gewächshäuser und eine gemütliche Laube.

Zollverein Garten Gemeinschaft

Noch heute treffen wir und regelmäßig, fachsimpeln und gärtnern zusammen. 2017 lernte ich auf einem Kongress Transition Town kennen. Bob Hopkins hielt ein Vortrag über ein System, in dem alle eine Win-win-Situation gegenüberstehen. Eine Idee, die mich noch mehr zum Gärtner ansteckte. Nach dem Kongress von Transition Town bildete sich eine kleine Gruppe, um in einem Privatgarten 2600 m² Permakultur anzuwenden. Wir treffen uns einmal in der Woche. Im November 2017 habe ich mir ein Schrebergarten zugelegt. Ein Häuschen und 400² Grundstück. Der Garten bestand zu 80 % aus Wiese und einigen Obstbäume. Ende Januar bin ich in meinen wohlverdienten Vorruhestand gegangen. Ich machte mir einen Plan und fing an den Garten umzugestalten, erst legte ich neue Beete an und setzte Baumscheiben. Im Gewächshaus habe ich verschiedenen Pflanzen vorgezogen. Ich baute eine Trassenüberdachung.

Willkommen im Garten Eden

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